Schleppen, schrauben und verkabeln – und das bei strahlendem Sonnenschein: Auch an der Sekundarschule Andelfingen bauen die Schülerinnen und Schüler mit «Jede Zelle zählt – Solarenergie macht Schule!» eine Photovoltaikanlage auf ihr Schulhausdach. Die Anlage soll zukünftig die Schule mit Strom versorgen.

«Für uns war zentral, dass es nicht nur eine Modellanlage für die Schüler gibt, sondern die Schule auch mit dem Strom versorgt wird», erzählt Schulleiter Hermann Wyss. «Es ist wichtig, dass die Jugendlichen erneuerbare Energien kennenlernen, weil das ihre Zukunft ist. Vielleicht sehen sie die Rohstoff-Problematik momentan noch nicht so kritisch, aber das Wissen bleibt hoffentlich irgendwo hängen. Ich glaube, wenn man einmal ein Solarpanel in der Hand hatte, wenn man mal mit dem Elektroauto gefahren ist, dann senkt das die Hemmschwelle, etwas Neues auszuprobieren. Manchmal braucht es etwas länger, bis sich eine Idee festsetzt.»

Manchmal geht es aber auch sehr schnell mit der Begeisterung. So sind Nadine (15) und Stephanie (14) mit viel Eifer auf dem Dach im Einsatz: «Zuerst haben wir auf die bereits vorhandene Konstruktion die Solarpanels montiert. Dann haben wir die Verstärker montiert und die Kabel miteinander verbunden. Es macht sehr viel Spass auf dem Dach mitzuhelfen. Das ist eine super Idee! Und wir waren überrascht, dass eine Solaranlage eigentlich gar nicht so teuer ist. Wenn man bedenkt, wie viel Energie so ein Modul produziert und wir die Energie nachher für die Schule nutzen können.»

Peter Schneider, Montageleiter von Scherrer Gebäudehüllen, baut zusammen mit den Schülerinnen und Schülern die Photovoltaikanlage: «Die Jugendlichen haben noch nie eine Solaranlage gebaut, daher erklären wir ihnen zuerst das System, damit sie verstehen, wie die Anlage funktioniert. Sie stellen sich aber gut an und sind interessiert. Einige wissen schon mehr und haben sich vorab informiert. Andere hören vieles zum ersten Mal, sind aber sehr motiviert.»

Weil nicht alle Schüler gleichzeitig aufs Dach können, findet am Boden ein Bildungsinput statt. Anhand einer Demoanlage hat Ruth (15) unter anderem gelernt, wie die Solarpanels miteinander verbunden und ans Stromnetz angehängt werden: «Auf der App auf dem Handy haben wir dann den Stromverbrauch gesehen, wenn man z.B. einen Föhn anhängt. Das fand ich sehr interessant, so direkt zu erfahren, wie mit den Panels Energie erzeugt wird.»

Der Bau der Solaranlage findet im Rahmen einer Projektwoche an der Sekundarschule Andelfingen statt. Bereits am 15. Juni wird die Anlage feierlich eingeweiht. Bis dahin können noch die letzten symbolischen Solarzellen gekauft werden. Der Erlös fliesst ins Klimakässeli und ermöglicht der Schule auch in den vier JZZ-Folgejahren Aktionstage, Projektwochen und Exkursionen zu Nachhaltigkeit, Energie und Klima.

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