Im Rahmen des JZZ-Projekts von myblueplanet fand am Dienstag, 19. Februar an den Schulen Bichelsee-Balterswil der Blackout Day statt. Ein spezieller Tag, der den Schülerinnen und Schülern noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Als sich die Schülerinnen und Schüler der Schulen Bichelsee-Balterswil wie gewöhnlich in die Klassenzimmer begaben, bot sich ihnen ein ungewohntes Bild. Denn wo es – wie jeden Morgen – angenehm warm und hell hätte sein sollen, blieb es dunkel und kühl. Weder die Storen liessen sich hochfahren, noch die Heizung funktionierte.

Wer jetzt noch etwas sehen wollte und das Licht anzumachen versuchte, musste feststellen, dass man vergeblich auf die Lichtschalter drückte. Teelichter mussten Abhilfe schaffen. Als die Lehrpersonen die Schülerschaft informierten, dass der Strom an der Schule den ganzen Tag ausfallen würde, merkten die Jugendlichen bald, dass sie wohl auf einiges verzichten mussten.

Nach der ersten Lektion versammelten sich die Schülerinnen und Schüler in der Turnhalle, wo sie von den Lehrerinnen und Lehrern das weitere Vorgehen erfuhren. Endlich, wird sich wohl auch die 14-jährige Luljeta Iseni gedacht haben und meinte: «Jetzt wissen wir wenigstens, wie wir uns verhalten müssen.» An den gängigen Schulalltag war zumindest nicht zu denken.

«Es ist aussergewöhnlich. Unsere Lehrer konnten uns die Blätter nicht ausdrucken», bestätigte auch die 14-jährige Lisa Damiani, die den Blackout Day sichtlich interessiert auffasste. Lisa wurde an diesem Tag die Wichtigkeit des Stroms bewusst. Wenn er nämlich schon bei ihr zu Hause ausgefallen wäre, «dann wäre ich wahrscheinlich nicht aufgestanden. Heute brauchte ich nämlich mit dem Wecker das erste Mal Strom.»

Fondue am Lagerfeuer

Grundsätzlich war an diesem Tag Einiges anders. So funktionierte auch die Toilettenspülung nicht. Deshalb wateten mehrere Schülerinnen und Schüler durch den eiskalten, lokalen Fluss Lützelmurg und transportierten mit Wasser gefüllte Eimer ins Schulgebäude. Im Primarschulhaus Rietwies kamen die Kinder sogar in den Genuss eines Fondues, das über einem Lagerfeuer auf dem Schulhof zubereitet wurde. All das um den Stromausfall zu überbrücken…

…dachten sich die Jugendlichen zumindest. In der Pause klärte der JZZ-Verantwortliche Timo Oliveri dann auf: Der Stromausfall war nur simuliert. Heute würden sie im Rahmen des Blackout Days einen Tag ohne Strom ausharren. Und so drehte sich auch der Rest des Tages um die Fragen: Wofür brauchen wir Strom? Wie organisieren wir den Schultag ohne Strom?

Damit ist der Startschuss für das Bildungsprojekt «Jede Zelle zählt – Solarenergie macht Schule» an den Schulen Bichelsee-Balterswil gefallen. Das Projekt wird die Schule und ihr Umfeld in den nächsten vier Jahren begleiten und Energie- und Klimathemen erlebbar machen.

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